Aktuell

Thermische Anlage

 

Die thermische Bodenreinigungsanlage der SITA Remediation GmbH wird zur Sanierung von vorwiegend mit organischen Schadstoffen belasteten Böden und bodenähnlichen Sonderabfällen eingesetzt. Auch Cyanide und leichtflüchtige Schwermetalle wie Quecksilber können mit dem thermischen Verfahren abgereinigt werden.
 
Die Anlage mit dem Standort in Herne / Westfalen hat eine Durchsatzleistung von 48.000 t im Jahr.
 
In der ersten thermischen Behandlungsstufe werden in einem indirekt mit Dampf beheiz­ten Trommeltrockner die Feuchte und die leichtflüchtigen Schadstoffanteile aus dem kontaminierten Boden ausgetrieben. Die Temperatur im Trommeltrockner beträgt etwa 100-120°C.
In der zweiten Ausdampfstufe der Anlage wird der Boden bis ca. 600°C behandelt. Alle organischen und anorganischen Schadstoffe, die bei diesen Temperaturen in die Gasphase über­gehen, werden in der Pyrolysestufe verschwelt bzw. verdampft und in der Gasphase aus dem Boden ausgetragen.
Der gereinigte Boden wird in einer Kühltrommel durch Wasserzudüsung befeuchtet, auf ca. 70°C abgekühlt und über ein Förderband ins Ausgangslager transportiert.
 
Alle im Anlagenprozeß entstandenen, mit Schadstoffen belasteten Brüden und Gasströme werden der Brennkammer zugeleitet, bei mindestens 1200°C verbrannt und anschließend einer 5-stufigen Rauchgas­reinigung zugeleitet. Alle gesetzlichen Bestimmungen der 17.BImSchV werden dabei eingehalten.
 
Die thermische Bodenreinigungsanlage verfügt über ein umfangreiches Sicherheitskonzept. Redundante Antriebe und unterschiedliche Energieträger sichern den Ausbrand aller Pyrolysegase sowie die Weiterfunktion der Meß- und Regeltechnik.
 
Der unter die geltenden chemischen Richtwerte gereinigte Boden aus der thermischen Anla­ge erfüllt mindestens die Auflagen der Einbauwerte nach LAGA Z2.
 
Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1992 hat die Anlage ca. 450.000 t kontaminiertes Material erfolgreich abgereinigt, das dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden konnte.
 
Das thermisch gereinigte Material ist wieder recycelbar. Durch die relativ niedrigen Tempera­turen im Pyrolyse-Ofen werden die Bodenstruktur und die Bodeneigenschaften nicht verändert.
 
Die thermische Bodenreinigung mit dem Pyrolyse-Verfahren bietet damit eine effektive Sanie­rungsmöglichkeit für hoch­kontaminierte, selbst mit komplexen Schadstoffspektren belastete Böden. Für Böden mit organischen Belastungen bedeutet die thermische Sanierung eine nahezu 100-%ige Zerstörung der Schadstoffe ohne Verlagerung der Schadstoffproblematik in die Abluft oder ins Wasser.