Aktuell
Mikrobiologische Anlage
Die SITA Remediation Herne hat ein leistungsfähiges und wirtschaftliches Verfahren zur mikrobiologischen Reinigung von kontaminierten Böden entwickelt. Dieses Verfahren wird seit 1992 in unseren Sanierungszentren in Essen und Groß Kreutz erfolgreich eingesetzt.
Das mikrobiologische Reinigungsverfahren der SITA Remediation ist ein Regenerations-mietenverfahren und besonders zur Entfernung der folgenden organischen Schadstoffe aus dem Boden geeignet:
- Mineralölkohlenwasserstoffe (Benzin, Diesel, Leicht- u. Schweröle etc.)
- Einfacharomaten (Benzol, Toluol, Xylol etc.)
- Phenole
- polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (Teeröle).
Das Verfahren bevorzugt sandige Böden, ist aber auch bei schluffigen Böden anwendbar. Für schluffige Böden sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.
Die SITA Remediation klärt im konkreten Sanierungsfall anhand der Deklarations- bzw. Identifikationsanalysen bei Anlieferung, zunächst die biologischen, chemischen und physikalischen Randbedingungen einer mikrobiologischen Reinigung und erhält somit Erkenntnisse über die Zeitdauer und die technischen Parameter der Bodenbehandlung.
Die Regenerationsmiete besteht aus einem Mietenbett mit versiegeltem Untergrund, auf dem ein Kiesfilter aufgebracht ist, welcher zum einen für die Abführung des Sickerwassers sorgt und zum anderen der Entlüftung des Bodens dient. Der Kiesfilter ist mit einem Secutex-Vlies abgedeckt, um die Eindringung des Bodens in den Kies zu verhindern.
Der kontaminierte Boden wird in einer Aufbereitungsanlage von Grobbestandteilen befreit, aufgelockert, mit Nährstoffen versehen und ggf. mit einem inerten Strukturbildner auf der Basis eines vulkanischen Gesteins in seinen physikalischen Eigenschaften verbessert. Der so aufbereitete Boden wird locker auf das vorbereitete Mietenbett zu einer Miete aufgesetzt. Auf der Mietenoberfläche wird das Bewässerungssystem installiert. Die Regenerationsmiete wird mit einer semipermeablen Membran abgedeckt. Die Membran hat die Aufgabe, Niederschlagswasser abzuhalten; sie sorgt außerdem für einen über die Mietenoberfläche gleichmäßig verteilten Lufteintrag.
Die Sauerstoffversorgung der Mikroorganismen in der Regenerationsmiete wird durch eine saugend arbeitende Zwangsbelüftung sichergestellt. Dazu wird an den Kiesfilter ein Unterdruck angelegt. Durch diese Betriebsart wird gleichzeitig eine Emission der Schadstoffe verhindert. Die gesamte Abluft der Miete wird schließlich über Biofilter geführt und gereinigt.
Die bei der Zwangsbelüftung durch Verdunstung entstehenden Feuchtigkeitsverluste werden durch das Bewässerungssystem ausgeglichen. Anfallendes Sickerwasser wird im Kreislauf geführt. Abwasser entsteht nicht.
Die Parameter Sauerstoffgehalt der Mietenluft, Bodenfeuchtigkeit und Temperatur werden von automatisch arbeitenden Messeinrichtungen ständig überwacht. Die Parameter werden von SPS-Steuerungen erarbeitet und regeln den Luftdurchsatz sowie die Befeuchtung der Regenerationsmiete. Das gesamte System arbeitet nach der Inbetriebsetzung automatisch. Der Wartungsaufwand ist gering und beschränkt sich in der Regel auf Funktionsprüfungen in regelmäßigen Abständen.
Der Abbau der Schadstoffe wird anhand von Bodenproben verfolgt die in regelmäßigen Abständen der Miete entnommen werden.
Ziel der mikrobiologischen Reinigung ist, das Material auf einen Schadstoffgehalt von < Z2 nach LAGA zu dekontaminieren.
Nach der erfolgreichen mikrobiologischen Behandlung werden die einzelnen gereinigten Chargen der Wiederverwertung in einem Baustoffrecyclingbetrieb oder einer Baumaßnahme zugeführt.
